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Spielzeit am Theater Heilbronn ist wegen Corona-Epidemie beendet

"Schweren Herzens müssen wir die Spielzeit 2019/2020 am Theater Heilbronn beenden", verkündet die Pressereferentin Silke Zschäckel. Das Foto von Jochen Quast zeigtden Schauspieler Stefan Eichberg auf der leeren Bühne und vor dem leeren Zuschauerraum im Großen Haus des Heilbronner Theaters, ein Schnappschuss, als das Theater noch proben durfte.


Die Spielzeit 2019/2020 am Theater Heilbronn ist beendet. Bis zur Sommerpause finden keine Vorstellungen mehr statt. Diesen Beschluss fasste die Theaterleitung unter Intendant Axel Vornam in enger Abstimmung mit Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel und Kulturbürgermeisterin Agnes Christner. Aufgrund der sowohl von der Bundesregierung als auch von der Baden-Württembergischen Landesregierung beschlossenen Schutzmaßnahmen gegen die Corona-Epidemie hat das Theater Heilbronn keine Möglichkeit, den Vorstellungsbetrieb bis zum Saisonende am 18. Juli 2020 wieder aufzunehmen.

»Diese Entscheidung treffen wir schweren Herzens«, sagt Intendant Axel Vornam. Aber das Theater als langfristig planende und kollektiv arbeitende Kultureinrichtung, bei der viele Mitarbeiter eng zusammen wirken, würde eine klare Beschlusslage brauchen, um weiter spielen zu können. Der gesellschaftliche Shutdown und die damit einhergehende Einstellung des Spiel- und Probenbetriebs Mitte März habe das Theater getroffen, als es auf Hochtouren in die zweite Phase der Spielzeit 2019/2020 startete: Einen Tag vor der Premiere der musikalischen Revue »Born to Be wild?« und wenige Tage vor der Premiere von »Was das Nashorn sah, als es auf die andere Seite des Zauns schaute«. Viele Vorstellungen der zweiten Spielzeithälfte wie auch das Festival »Tanz! Heilbronn« waren bereits sehr gut verkauft. Ganz abgesehen von der schwierigen Situation der Künstlerinnen und Künstler und aller anderen Mitarbeiter des Hauses, wird sich der Einnahmeverlust bis zum Ende der Spielzeit auf 1,3 Millionen Euro summieren. Um die härtesten wirtschaftlichen Einbrüche abfedern zu können, wird für viele Mitarbeiter ab dem 1. Mai Kurzarbeit angemeldet werden müssen.

Das Theater Heilbronn geht nun von dem Szenarium aus, Ende September 2020 wieder spielen und am letzten Septemberwochenende 2020 die Theatersaison 2020/21 eröffnen zu dürfen. Die kommende Spielzeit, die Anfang Juni der Öffentlichkeit vorgestellt wird, könnte dann wie geplant stattfinden. Zusätzlich werden die bereits fertigen Inszenierungen »Born to Be wild?« und »Was das Nashorn sah …« in die neue Saison übernommen. Andere, noch für die laufende Spielzeit geplante Stücke wie »Biedermann und die Brandstifter« und »Romeo und Julia« im Großen Haus, das Musical »Männer« nach dem gleichnamigen Film von Doris Dörrie im Komödienhaus und »Die lächerliche Finsternis« in der BOXX sollen in der übernächsten Spielzeit 2021/22 zur Premiere gebracht werden.
Um ab September den Spielbetrieb wieder aufnehmen zu können, müssen die Werkstätten im Laufe des Mai wieder mit ihren Arbeiten beginnen, um Bühnenbilder, Kostüme und Masken termingerecht fertigen zu können. Der Probenbetrieb für das Schauspielensemble wird dann Ende Juni wiederbeginnen, um mit den Vorproben für die Stücke der neuen Spielzeit zu starten.
Intendant Axel Vornam hofft, dass die Corona-Einschränkungen bis dahin soweit zurückgefahren sind, dass ein weitestgehend normaler Spielzeitstart 2020/2021 möglich ist. Wenn dies nicht der Fall sein sollte, muss zu gegebener Zeit neu überlegt und entschieden werden, in welcher Form der Theaterbetrieb fortgeführt werden kann.

Online-Aktionen mit dem Heimspiel gehen weiter
Damit dem Publikum die Zeit bis dahin nicht zu lang wird, geht das »Heimspiel«, die Online-Aktion des Theaters Heilbronn, bis zum Sommer weiter. Unter anderem wird die von vielen gewünschte »Literarische Mittagspause« wiederbelebt – digital und jeden Mittwoch um 12.30 Uhr. Es gibt ein Quiz für Erwachsene und viele Aktionen für Kinder. Nach Veröffentlichung des Spielplans für die kommende Saison werden die neuen Stücke in einem »Heilbronner Decamerone« in einer Ringlesung vorgestellt. Außerdem kann man online schon die neuen Inszenierungsteams und neue Ensemblemitglieder kennenlernen.

Infos für die Besucher

Den Abonnenten des Theaters Heilbronn wird das Geld für ausgefallenen Vorstellungen automatisch zurück überwiesen. Es besteht auch die Möglichkeit, das Geld oder einen Teil davon im Rahmen der Aktion »Meine Karte für meine Bühne« zu spenden. Wer das möchte, sollte dies dem Abo-Büro bis spätestens zum 29. Mai 2020 per Telefon unter 07131/563004 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! mitteilen.

Für Einzelkartenkäufer hat das Theater ein Rückerstattungsformular auf die Startseite der Homepage gestellt. Das kann man herunterladen, ausfüllen und per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! zurücksenden. Es gibt die Möglichkeiten, die Karte in einen Gutschein umwandeln zu lassen, das Geld zurückerstattet zu bekommen oder das Geld im Rahmen der Aktion »Meine Karte für meine Bühne«zu spenden.
Man kann sich auch direkt mit dem Besucherservice in Verbindung setzen unter 07131/563001 oder per Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!. Alle Einzelkartenkäufer müssen sich für die Rückabwicklung ihres Kartenkaufs bis zum letzten Tag der Spielzeit, dem 18. Juli 2020, gemeldet haben.

Sobald die notwendigen Sicherheitsstandards im Besucherservice erfüllt sind, wird dieser auch wieder mit zeitlichen Einschränkungen für den Publikumsverkehr öffnen.

 

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